Kulturstadt Ansfelden

Die Anton-Bruckner-Stadt

Ansfelden hat sich als Geburtsort von Anton Bruckner ganz der Kultur und den bildenden Künsten verschrieben. Die Stadt bietet für Feste, Konzerte, Kabaretts und Ausstellungen den richtigen Rahmen und die perfekten Veranstaltungsorte das ganze Jahr hindurch.

Kulturförderungen

Kulturprojektförderung

Künstler und Künstlerinnen, Vereine, Personengruppen oder anderweitig kulturell oder künstlerisch engagierte Personen, die Kunst- und Kulturprojekte planen und ausführen, können bei der Stadtgemeinde Ansfelden um die Kulturprojektförderung ansuchen.

Das schriftlich beim Stadtamt (nach Möglichkeit im Vorhinein) einzureichende Ansuchen muss eine genaue Beschreibung des Projektes sowie der Förderungswerber und Förderungsbewerberinnen und einen detaillierten Finanzierungsplan sowie einen Zeitrahmen beinhalten.

Details sind in den Vergaberichtlinien enthalten.

Über die Förderungswürdigkeit des eingereichten Projektes und gegebenenfalls die Höhe der Förderung entscheidet ausschließlich das dafür zuständige Gemeindegremium.

Förderung heimischer Kulturträger

Um Brauchtum, Tradition, zeitgenössische Kunst und Kultur zu fördern, ist es für die Stadt Ansfelden eine Selbstverständlichkeit, heimische Kulturträger durch finanzielle Zuwendungen in Form von ordentlichen (jährlichen) Subventionen, aber auch von außerordentlichen Subventionen für besondere Vorhaben zu unterstützen.

Formulare

Kulturehrenzeichen

Mit dem Kulturehrenzeichen würdigt die Stadt Ansfelden seit 1997 Menschen, die sich durch außergewöhnliche kulturelle Leistungen oder ihr besonderes Engagement um das kulturelle Leben in unserer Stadt verdient gemacht haben.

Die Auszeichnung umfasst die Kulturehrennadel in Gold, eine Urkunde sowie den Eintrag in das Kulturehrenbuch der Stadt Ansfelden. Damit bedankt sich die Stadt für den wertvollen Beitrag der Geehrten zur kulturellen Vielfalt in Ansfelden.

Mit der Kulturehrennadel ausgezeichnete Personen

  • Konsulent Josef Fuchshuber (1997)

  • Konsulent Oskar Feldtänzer (2001)

  • Prof. Mag. Josef Friedhuber (2001)

  • Harald Limberger (2004)

  • Konsulent OSR Otto Griesmeier (2006)

  • Konsulent Ing. Michael Hochgatterer (2006)

  • Josef Paulmair (2006)

  • Konsulent OSR Hermann Holzner (2008)

  • Konsulent OSR Mathias Lindenbauer (2008)

  • Konsulentin Maria Obermayr (2008)

  • Günther Pfisterer (2008)

  • Konsulent Vzlt. Helmut Roth (2008)

  • Konsulent Friedrich Kron (2009)

  • Konsulentin SR Erika Stanzel (2009)

  • Konsulentin Maria Weiss (2009)

  • Erich Heibl (2011)

  • Hildegard Almeder (2013)

  • Ernst Kusen (2013)

  • Anton Müller (2015)

  • Rainer Bauer (2016)

  • DI Ernst Wimmer (2017)

  • Gabriele Holzner (2024)

  • Waltraud Sulzbacher (2025)

  • Georg Safnauer (2026)

Kulturvereine

Die Kulturvereine in Ansfelden bieten ein vielfältiges Angebot für Menschen jeden Alters.

Mit ihrem ehrenamtlichen Engagement leisten sie einen wertvollen Beitrag für das gesellschaftliche Leben in unserer Stadt.

Kulturvereine im Überblick

Sonstige Vereine im Überblick

KuleS - KulturentwicklungsStrategie

Die Kulturentwicklungsstrategie (KuleS) bildet die Grundlage für die Weiterentwicklung des kulturellen Lebens in Ansfelden. Sie entstand in einem offenen Beteiligungsprozess, bei dem Bürger und Bürgerinnen sowie Vertreter und Vertreterinnen aus Kultur, Bildung, Vereinen, Wirtschaft, Gastronomie, Politik und weiteren Bereichen ihre Ideen und Anregungen eingebracht haben.

Die Ergebnisse aus Befragungen und Workshops wurden in einem Gesamtbericht zusammengefasst. Sie dienen als Orientierung für die zukünftige Entwicklung der Kulturarbeit in Ansfelden und schaffen Raum für neue Ideen und Projekte.

Kulturleitbild

Nach Vorberatung im Kulturausschuss hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am 28.06.2007 nachfolgendes Leitbild beschlossen, das mit 01.08.2007 in Kraft trat.

Kultur & Kunst in Ansfelden

„Kultur ist soziale Ordnung, welche schöpferische Tätigkeiten begünstigt. Vier Elemente setzen sie zusammen. Wirtschaftliche Vorsorge, politische Ordnung, moralische Tradition und das Streben nach Wissenschaft und Kunst. Sie beginnt, wo Chaos und Unsicherheit enden. Neugier und Erfindungsgeist werden frei, wenn die Angst besiegt ist und der Mensch schreitet aus natürlichem Antrieb dem Verständnis und der Verschönerung des Lebens entgegen.“
William James Durant


Kultur umfasst die Gesamtheit der geistigen und künstlerischen Lebensäußerungen. Sie soll Ausdruck einer bestimmten Lebensweise sein und das soziale Zusammenleben in vielerlei Aspekten bereichern. Reges kulturelles Leben ist Ausdruck von Wohlstand und sozialer Gerechtigkeit. Der Begriff „Lebenskultur“ ist Ziel und Leitbild für die Stadt Ansfelden, ihren Bürger*innen die Gelegenheit zur kulturellen Entwicklung und Entfaltung in allen ihren Lebensbereichen zu ermöglichen.

Die Förderung von Kultur unterstützt vielerlei Aktivitäten auf den verschiedensten Gebieten, so auch in der Kunst und in der Volkskultur. Mit Kulturförderung schafft die Stadt Ansfelden die Rahmenbedingungen, ihre Einwohner*innen, unabhängig von Alter, kultureller Herkunft oder sozialem Status in das kulturelle Leben der Gemeinde einzubeziehen. Nicht nur die Förderung von Talenten, sondern auch die Auszeichnung für kulturelle Leistungen ist ein wesentliches Anliegen. Herausragende Leistungen in den Bereichen von Kunst und Kultur werden seitens der Stadtgemeinde durch besonderen Ehrungen (Kulturehrennadel) belohnt. Dazu zählt auch die Unterbreitung von Vorschlägen seitens der Stadtgemeinde an das Land Oberösterreich zur Ernennung von verdienten Personen

Das kulturelle Leitbild kann keine detaillierten Handlungsweisen vorgeben. Kulturförderung braucht ein entsprechendes Maß an Freiheit, da kulturelle Entwicklungen Spiegelbild unserer Gesellschaft sind, die sich in einem steten Wandel befindet. Starre Vorgaben werden dieser Dynamik nicht gerecht.

Bereiche des Ansfeldner Kulturlebens

  • Kulturelle Tradition und Moderne: Anton Bruckner, der berühmteste Sohn der Stadt Ansfelden, gehört zu denjenigen Komponisten des 19. Jahrhunderts, deren Schaffen sich am nachhaltigsten auf die spätere Musikgeschichte ausgewirkt hat. Ansfelden ist sich seiner Bedeutung bewusst und hält Bruckners kulturelles Erbe in Ehren. Doch auch die Moderne soll ihren Platz in Ansfelden finden. Im Spannungsfeld zwischen Pflege künstlerischer Tradition und zukünftiger Kunstströmungen werden fruchtbare kulturelle Impulse entstehen.

  • Kulturvereine: Das ehrenamtliche, freiwillige Engagement der Ansfeldner*innen in Vereinen bereichert das kulturelle Leben der Stadt und wird von der Stadtgemeinde bestmöglich gefördert.

  • Jugendarbeit: Als kulturelle Investition in die Zukunft wird im Sinne ganzheitlicher Jugendarbeit die Kreativität junger Menschen in Ansfelden unterstützt und deren innovative Ausdrucksform willkommen geheißen.

  • Kirche und Religionsgemeinschaften: Die Heimatgemeinde des „Musikanten Gottes“, wie Anton Bruckner genannt wird, anerkennt Religionsgemeinschaften als Bestandteil kultureller Identität.

  • Architektur, Stadtbild und Denkmalschutz: Das heterogene städtebauliche Erscheinungsbild von den Ortsteilen Ansfeldens ist ein Teil des kulturellen Selbstverständnisses, das - bedingt durch die Geschichte - stark von Gegensätzen geprägt ist. Architektur und Städtebau sind weder kultureller Luxus noch entbehrliche Dekoration. Vielmehr erwächst aus diesen grundlegenden Bausteinen lebenswerte Umwelt und eine Stadt mit Lebenskultur.

  • Kulturelle Einrichtungen in den Ortsteilen: Dem Prinzip der kulturellen Nahversorgung und des breitestmöglichen Zugangs zur Vielfalt der Kunst verhaftet, werden die Kulturveranstaltungen Ansfeldens in verschiedenen Ortsteilen angeboten:
    im Anton-Bruckner-Centrum (und den Höfen der hiesigen Bauernschaft) in Ansfelden, im Rathaussaal, dem Gemeindeamt, dem Pfarrsaal und in der Bibliothek in Haid, dem Volksheim in Nettingsdorf und in den drei Pfarrkirchen. Demokratische Kulturarbeit bedeutet auch das Bereitstellen von öffentlichen Einrichtungen und Personal zur Unterstützung der Ehrenamtlichkeit. Die Stadtgemeinde ermöglicht sowohl Veranstalter*innen, als auch als Besucher*innen den freien Zugang zu öffentlichen Kultureinrichtungen.

  • Integration, Zusammenleben verschiedener Kulturen: Ansfelden ist auch Heimat für Menschen aus fremden Kulturen. Integration ist ein Anpassungsprozess aufseiten aller Beteiligten, wo wechselseitiges Lernen und Wachsen durch gegenseitige Anerkennung passiert. Die Stadtgemeinde will die Pflege der Kultur von hier ansässigen Migrant*innen im Rahmen der österreichischen Rechtsordnung ermöglichen. Wir wollen uns selbst und die anderen durch die Kultur als das erfahren, was wir sind: Menschen.

Leitziele

  • Information: mittels der zur Verfügung stehenden Medien soll der Ansfeldner Bevölkerung das Kulturangebot bekannt gemacht werden.

  • Koordination: Zum Dialog mit den Kulturschaffenden und zur Koordination der Veranstaltungen soll auch weiterhin das Anfeldner Kulturgespräch dienen.

  • Neues fördern sowie Bestehendes erhalten und pflegen: Ansfelden will eine kulturelle Landschaft, in der das Experimentelle neben dem Traditionellen Platz findet.

Hunger auf Kunst und Kultur

Die Stadt Ansfelden beteiligt sich an der Aktion "Hunger auf Kunst und Kultur" und ermöglicht damit Menschen mit geringem Einkommen kostenlosen Kulturgenuss in Ansfelden.

Wer nur ein geringes Einkommen hat, dem bleibt, nachdem Miete-, Heizung- und Lebensmittel bezahlt sind, oft kaum mehr etwas für die "schönen Dinge des Lebens" über. Der Kulturpass "Hunger auf Kunst und Kultur" macht möglich, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben, auch wenn das Geld knapp ist. Kultureinrichtungen, die Partner dieser Aktion sind, ermöglichen Kulturpassbesitzer/-innen kostenlosen Eintritt. Ansfelden schließt sich dieser Aktion an und reiht sich neben Wien, Salzburg oder Tulln in die Reihe der Städte ein, die gesellschaftliche Verantwortung übernehmen.

In Ansfelden haben Menschen mit geringem Einkommen folgende Möglichkeiten mitzumachen:

Kulturpass

Ansfeldner Gemeindebürger*innen (Hauptwohnsitz) können seit 2014 einen Kulturpass bei der Stadtgemeinde beantragen, wenn das monatliche Einkommen unter einer bestimmten Grenze liegt. Darunter fallen zum Beispiel Bezieher*innen von bedarfsorientierter Mindestsicherung, von AMS-Leistungen (Notstandshilfe usw.),...

Die Kolleginnen der Bürgerservicestelle beraten Sie gerne. Kulturpass-Ausgabestelle: Stadtamt Ansfelden, Bürgerservice, Hauptplatz 41, 4053 Haid, 07229 / 840 - 0 Grundsätzlich gilt der Kulturpass ein Jahr ab Ausstellungsdatum, ist nur in Verbindung mit einem Lichtbildausweis gültig und nicht übertragbar.

Eintrittskarten

Für alle Eigenveranstaltungen des Kulturreferates der Stadtgemeinde Ansfelden, steht ein begrenztes Kontingent an Gratiskarten bereit.

Kulturpassinhaber*innen können eine kostenlose (nicht übertragbare) Eintrittskarte je Veranstaltung (solange der Vorrat reicht) bei den Kartenvorverkaufsstellen bis spätestens eine Woche vor der betreffenden Veranstaltung abholen.

Vorverkaufsstellen: Bürgerservice ABC - Anton Bruckner Centrum, Carlonestr. 2, 4052 Ansfelden
und Bürgerservice Stadtamt Ansfelden, Hauptplatz 41, 4053 Haid

Wir empfehlen, sich im Zweifelsfall vorher telefonisch zu vergewissern, ob für eine bestimmte Veranstaltung Gratis-Eintrittskarten bereit stehen bzw. noch vorhanden sind.

Unter www.kunsthunger-ooe.at befindet sich eine aktuelle Liste, all jener österreichweit an der Aktion teilnehmenden Kulturhäuser und -einrichtungen, die Eintrittskarten für Kulturpassinhaber*innen zur Verfügung stellen. Die Aktion Hunger auf Kunst und Kultur gibt es in Wien, Salzburg, der Steiermark, OÖ., NÖ (Tulln), Tirol und Vorarlberg. In Oberösterreich sind die Sozialplattform und die Direktion Kultur des Landes OÖ. Träger dieser Aktion.