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Bruckner 200: Bruckner und Brahms in Ansfelden


Bruckner 200® steht 2021 unter dem Motto „Bruckner und Brahms“. Am Programm stehen der Gottesdienstes am 21. November unter anderem mit dem Anton Bruckner Kirchenchor Ansfelden und auch das Konzert mit dem Spring String Quartet, welches sich zeitgemäß auf die Spuren der beiden Komponisten begibt. Auch am Abend mit dem Titel „Lieben Sie Brahms?“, an dem Lieder nicht nur von Brahms sondern auch von Anton Bruckner zu hören sind - als Höhepunkt jedoch die „geistlichen Gesänge“ von Johannes Brahms für Mezzosopran, Bratsche und Klavier. Beim Preisträgerkonzert „Prima la musica“ am 28. November werden junge Musikerinnen und Musiker aus der Region Werke von Bruckner und Brahms zum Besten geben. Das Künstlergespräch mit dem ehemaligen Vorstand der Wiener Philharmoniker, Prof. Dr. Clemens Hellsberg und ao. Univ. Prof. Klaus Laczika verspricht ein weiterer Höhepunkt zu werden. Freuen sie sich auf ein spannendes musikalisches Aufeinandertreffen von Anton Bruckner und Johannes Brahms!

Messe und Frühschoppen

So, 21. November 2021, 9 Uhr: Messe und Frühschoppen
Bruckners Windhaagermesse und Frühschoppen im Pfarrhof mit der Ansfeldner Tanzlmusi und Joschi Auer; Eintritt frei

Schon zur beliebten Tradition geworden ist der Auftakt der Reihe „Bruckner200“ mit der Messe in der Pfarrkirche und dem anschließend folgenden Frühschoppen im Pfarrhof Ansfelden. Musikalisch steht auch hier Anton Bruckner im Zentrum, die „Messe in C“, die sogenannte Windhaager Messe wird heuer vom Anton Bruckner Kirchenchor, begleitet von einem Instrumentalensemble, zur Aufführung gebracht. Die „Ansfeldner Tanzlmusi“ wird in bewährter Weise den Frühschoppen musikalisch umrahmen, Joschi Auer wird dazu Anekdoten aus dem Leben Anton Bruckners zum Besten geben. Ein Seiterl Bier (aber auch andere Getränke) und eine kleine Sonntagsvormittagsjause sorgen für den kulinarischen Genuss.

Messgestaltung Anton Bruckner: Messe in C („Windhaager Messe“), Anton Bruckner Kirchenchor, Birgit Buck, Leitung; Maria Kürner, Orgel; Instrumentalensemble der LMS Neuhofen/Krems. Im Anschluss:
Frühschoppen im Pfarrhof mit der Ansfeldner Tanzlmusi und Joschi Auer.

Künstlergespräch im ABC Ansfelden

Mo, 22. November 2021, 19.30 Uhr: Künstlergespräch im ABC Ansfelden
Ein Gespräch mit Clemens Hellsberg und Univ. Prof. Dr. med. Klaus Felix Laczika; Eintritt frei, Anmeldung

ao. Univ. Prof. Dr. Klaus Laczika, Facharzt für Innere Medizin am Wiener AKH, Musiker, Musikwissenschaftler, Gründer der St. Florianer Brucknertage und Forscher im Bereich Musiktherapie präsentiert Erkenntnisse aus seiner Arbeit im Zusammenhang von Medizin und Musik. Gemeinsam mit Clemens Hellsberg spricht er über die Musik, Bruckner, Brahms und vieles mehr. Der Violinist Prof. Dr. Clemens Hellsberg studierte bei o. Prof. Alfred Staar. Bereits 1976 erhielt er sein erstes Engagement im Orchester der Wiener Staatsoper (2. Violine). 1978 wurde er zum Primgeiger des Orchesters der Wiener Staatsoper ernannt, 1980 erfolgte die Aufnahme in den Verein Wiener Philharmoniker, denen er bis 2016 (Pensionierung) angehörte.

Spring String Quartet im ABC Ansfelden

Di, 23. November 2021, 19.30 Uhr: Spring String Quartet im ABC Ansfelden
„Best Ingredients“ gewürzt mit einem Hauch von Bruckner & Brahms; VVK: Kat. 1 € 19; Kat. 2 € 15

„Best Ingredients“ - gewürzt mit einem Hauch von Bruckner und Brahms: Die vier talentierten Enfants terribles der Klassikszene bringen mit ihrer musikalischen Essenz aus 20 Jahren gemeinsamen Experimentierens, Entwickelns und Verfeinerns ihre Saiten zum Glühen. Ein Spezialitäten- Cocktail aus Songs, die die Musiker beeinflussten und prägten oder jahrelang begleiteten. Songs von hochgeschätzten Künstlern, stilistisch vielfältig, von Blood Sweat & Tears über King Crimson und Joe Zawinul bis Eriks Esenvalds. In bewährter Weise bedienen sich die Rock-Akrobaten“ feinster musikalischer Zutaten aus Klassik, Rock, Jazz & Metal. Vier Charaktere, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten – allesamt aber wagemutig, die Grenzen ihrer Instrumente auslotend, neugierig und forschend, ständig auf der Suche nach neuen musikalischen Herausforderungen. Ein Programm, das keinen (musikalischen) Gang auslässt – von leicht verdaulich über opulent bis zart schmelzend.

Christian Wirth, Marcus Wall Violine; Julian Gillesberger Viola; Stephan Punderlitschek Cello


"Lieben Sie Brahms?" im ABC Ansfelden

Mi, 24. November 2021, 19.30 Uhr: "Lieben Sie Brahms?" im ABC Ansfelden
Konzert mit Martha Hirschmann, Mezzosopran, Peter Aigner, Viola und Maria Raberger, Klavier; VVK: Kat. 1 € 19; Kat. 2 € 15

Die aus Österreich stammende Mezzosopranistin Martha Hirschmann begann ihre Gesangsausbildung am J. J. Fux- Konservatorium in Graz. Betreut von Karlheinz Hanser und KS Marjana Lipovšek setzte sie ihr Studium an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien fort. 2010/11 war Martha Hirschmann Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper München, wo sie mit Dirigenten wie Kent Nagano, Asher Fish, und Bertrand de Billy arbeitete. Als festes Ensemblemitglied am Landestheater Linz war sie zwischen 2011 und 2017 u.a in den Rollen Dorabella (Così fan tutte), Zweite Dame (Die Zauberflöte), Maddalena (Rigoletto), Dido (Dido und Aeneas), Prinz Orlofsky (Die Fledermaus), Octavian (Der Rosenkavalier), Valencienne (Die lustige Witwe), Hänsel (Hänsel und Gretel) Orfeo (Orfeo ed Euridice) und als Donna Elvira (Don Giovanni) zu erleben. Zuletzt übernahm Sie im Stadttheater Baden 2019 die Partie der Gonda van der Loo in der Operette „Die geschiedene Frau“ und in der Sommerarena Baden 2020 die Partie der Gretl Aigner in „Die blaue Mazur“.

Peter Aigner
war Solobratschist des „ensemble aktuell“ unter Franz Welser-Möst und des Orchesters „Wiener Akademie“ (1992 bis 2013) Mitglied des OÖ. David-Trios. Konzerte als Solist u.a. im Wiener Musikverein, beim Carinthischen Sommer, dem Prager Frühling. Unterrichtstätigkeit an der LMS Neuhofen/Krems, Workshops u.a. am Tschaikowsky-Konservatorium Moskau. Musikalische Ausbildung am Linzer Brucknerkonservatorium (bei Franz Wall) und an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien (bei Hatto Beyerle und Thomas Kakuska) Meisterkurse u.a. bei Mitgliedern des
La-Salle Quartetts. Aktuelle CD-Erscheinungen bei CPO (sämtliche Streichtrios von Johann Nepomuk David) und bei GRAMOLA (Streichquintett von Anton Bruckner) Peter Aigner leitet seit 2003 die UASUpperAustrianSinfonietta. Seit 2007 ist er Intendant der „Internationalen  Kammermusiktage St. Marien“, seit 2017 Obmann des Brucknerbundes Ansfelden, hier kuratiert er die Konzertreihe „Bruckner 200“.

Maria Raberger begann ihr Klavierstudium im Alter von 14 Jahren am damaligen Brucknerkonservatorium Linz bei Nikolaus Wiplinger. Nach der Matura setzte sie ihre Ausbildung am Mozarteum Salzburg fort und studierte Instrumental- und Gesangspädagogik (IGP) bei Stan Ford und Rolf Plagge. 1996 schloss sie ihr Studium mit Auszeichnung und einem Würdigungspreis des Bundesministeriums ab. Klavierkurse bei Hans Petermandl, Leonid Brumberg und die Begegnung mit der Pianistin Cordelia Höfer waren ihr eine weitere wertvolle Ergänzung. Das anschließende Schwerpunktstudium für Korrepetition bei Nada Kecman, wiederum am Brucknerkonservatorium in Linz, erweiterten ihren Horizont um viele neue pianistischpädagogische Aspekte. Ebenso Maria Raberger das Masterstudium für Klavierkammermusik- und Vokalbegleitung bei Till Alexander Körber, das sie sich von 2008 bis 2011 an der Anton Bruckner Privatuniversität berufsbegleitend und mit Auszeichnung absolvierte. Sie wirkte viele Jahre immer wieder als Pianistin am Orchesterklavier und Celesta im Brucknerorchester Linz mit. Im Sommersemester 2010 hatte sie einen Lehrauftrag für Korrepetition der Gesangsklasse Ulrike Sych an der Anton Bruckner Privatuniversität. Sie wirkt In verschiedenen Ensembleformationen sowie als Liedbegleiterin, was sie schon bis in die USA (New York, Los Angeles und Washington D.C.) führte. Maria Raberger unterrichtet in der Landesmusikschulen Ansfelden (am OÖ. Landesmusikschulwerk).

Prima La Musica im ABC Ansfelden

So, 28. November 2021, 11 Uhr: Prima La Musica im ABC Ansfelden
Unsere Preisträgerinnen und Preisträger stellen sich vor. Eintritt frei, Anmeldung.

Anton Bruckners erlebte seine Jugend in Ansfelden, Grund genug, um der preisgekrönten musikalischen  Jugend Oberösterreichs ein Podium zu bieten, ihr Können im Rahmen der Abschlussveranstaltung von „Bruckner200“ zu präsentieren. Der Bogen wird dabei von  Klarinettenklängen, Klavierduo, Streichquartett bis hin zu den jungen Stimmen eines Vokalensembles gespannt. Die jungen Künstler freuen sich über zahlreichen Besuch!

Das Vokalensemble Capella Originella besteht aus sechs jungen Musikerinnen und Musikern, welche alle das Adalbert Stifter Gymnasium besuchen. Die Sängerinnen und Sänger lernten sich im Kinder- und Jugendchor des Landestheaters Linz kennen und gründeten aus Liebe zur Musik ein Ensemble, welches schon in seinen ersten Jahren Erfolge bei nationalen Wettbewerben wie Prima la musica oder Olympia feiern durfte. Geleitet wird das Sextett von Ursula Wincor.

Das Streichquartett „Amici delle corde“ ist in der Landesmusikschule Wels beheimatet und wird von Raphael Kasprian und Peter Trefflinger betreut. Klara Brunnhofer (Violine) und Florian Salzwimmer (Viola) lernen bei Raphael Kasprian. Zusammen mit Agnes Brunnhofer (Violoncello, Kl. Peter Trefflinger) musizieren sie bereits seit 2014 gemeinsam im Streichquartett. Im Oktober 2020 übernahm Stephan Deinhammer (Kl. Martina Franke) die Position des zweiten Geigers. Klara ist 18 Jahre alt und besucht das Adalbert-Stifter-Musikgymnasium in Linz. Neben ihrem Hauptinstrument Violine lernt sie Klavier bei Bettina Leitner. Das Schuljahr 2019/20 verbrachte sie an der Wells Cathedral School in England, einer international bekannten Schule für junge MusikerInnen. Florian ist Schüler des Brucknergymnasiums Wels im Zweig Neue Medien, er ist 16 Jahre alt. Agnes und Stephan sind beide 15 Jahre alt und besuchen das Adalbert Stifter Gymnasium. Agnes hat sich für den naturwissenschaftlichen Zweig entschieden und lernt als Zweitinstrumente Posaune und Tenorhorn bei Franz Eder. Stephan ist im Musikgymnasium und spielt zusätzlich zur Violine auch Viola und Klavier bei Wieland Nordmeyer. Alle vier sind sowohl in ihren jeweiligen Solo-Kategorien als auch in Kammermusikbesetzungen Preisträger des Wettbewerbs prima la musica.

Brianna Reiter (geb. 2004) unternahm bereits mit 6 Jahren ihre ersten musikalischen Gehversuche am Klavier. Mit sieben Jahren lernte sie an der Musikschule Haid bei Anton Parzer Klavier. 2016 erreicht Brianna einen ersten Platz am Solo Klavier und 2017 einen ersten Platz im Landeswettberwerb und einen zweiten im Bundeswettbewerb von Prima La Musica. Seit 2017 wird sie von Dino Sequi an der Musikschule Wels unterrichtet. Viele Kurse im Rahmen der Junior Akademie folgten. Meisterkurs bei Florian Feilmaier. Im Rahmen der Anton Bruckner Begabtenförderung erhält Brianna Reiter zusätzliche musikalische Ausbildungen in den Bereichen Gehörschulung und Rhythmus an der Anton Bruckner Privatuniversität. 2018 folgte der erste Preis beim Landeswettbewerb Prima La Musica und ein zweiter Preis beim Bundeswettbewerb. 2019 trat sie bei Prima La Musica in der Leistungsgruppe III plus im Solo Klavier an und konnte diese Herausforderung mit einem sehr guten Erfolg meistern. Mit Ihrer Duopartnerin Kristina, mit welcher sie bereits im Jahr 2018 einen großen Erfolg verzeichnen konnte, holten sich die beiden 2021 unter dem Namen „Unity Duo“ wieder den ersten Preis beim Prima La Musica Landeswettbewerb. Neben ihren jährlichen Konzerten in Judenburg (2017, 2018, 2019) konnte Brianna auch mit „Unity Duo“ einige Auftritte verzeichnen. Zurzeit arbeitet sie gerade an ihrem ersten Notenbüchlein mit 12 gefühlsbetonten Stücken für Anfänger, bei dem sie auch die komplette grafische Gestaltung übernommen hat.

Kristina Semaschko
wurde 2004 in Vöcklabruck geboren und wohnt seit 2005 mit ihrer Familie, die aus Weißrussland stammt, in Ansfelden. Sie besucht seit 2012 die Landesmusikschule Ansfelden, nahm zunächst Klavierunterricht bei Beate Künzl und wechselte danach im Jahr 2014 zu Maria Raberger. Sie war seither schon vielfache Preisträgerin bei Prima La Musica und nahm auch schon an internationalen Wettbewerben teil, zum Beispiel in St. Petersburg und in München, wo sie in St. Petersburg 2019 einen Sonderpreis erhielt und 2020 für München einen 2. Platz und für St. Petersburg einen 3. Platz erreichte. Im März 2020 wurde sie bei Prima La Musica Landessiegerin in der Altersgruppe III plus für Klavier Solo. Im November durfte die noch nicht ganz 16jährige Schülerin die Abschlussprüfung der Musikschule mit dem goldenen Leistungsabzeichen (Audit of Art) mit Auszeichnung absolvieren.
2021 erspielte die junge Pianistin zusammen mit Brianna Reiter beim Prima La Musica Landeswettbewerb einen ersten Preis mit Berechtigung zum  Bundeswettberwerb und gleichzeitig auch bei einem weiteren Auftritt im Kammermusikbereich unter dem Namen „Trio-Allegro“ einen ersten Preis mit Auszeichnung. Kristina ist an der Akademie für Begabtenförderung, besucht das Musikgymnasium Linz und hat seit Herbst 2019 zusätzlich Privatunterricht bei Till Alexander Körber an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz.

Leonhard Mayrhuber wurde 2005 in Wels geboren. Er erhielt seit 2010 Unterricht auf der Klarinette von seinem Vater Werner Mayrhuber in der Landesmusikschule Kremsmünster. Seit 2020 wird Leonhard an der Universität Mozarteum Salzburg von Andreas Schablas unterrichtet. Seit 2013 nahm er wiederholt bei dem Jugendwettbewerb „Prima la Musica“ teil und ist mehrfacher Preisträger in solistischen, aber auch kammermusikalischen Wertungskategorien. Erste Orchestererfahrungen sammelte Leonhard beim „Upper-Austrian Sinfonietta“- Jugendorchester unter der Leitung von Peter Aigner. Des Weiteren nahm er an Projekten des ISEJO (Inn-Salzach Euregio Jugendsinfonieorchester), des JSO Oberösterreich und JSO Salzburg teil. Besuch von Meisterkursen bei Bernhard Mittmesser (Solo-Klarinette Mozarteum Orchester Salzburg), Ferdinand Steiner (Solo-Klarinette Mozarteum Orchester Salzburg), Andreas Schablas (Solo-Klarinette Bayerisches Staatsopernorchester) und Manuel Gangl (2.Klarinette Wiener Symphoniker).

Redaktion: Peter Aigner und Georg Wiesinger

 

Kooperationspartner bei Bruckner 200