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25.03.2024 12:19 Alter: 81 days

Hausärztemangel: Stadt Ansfelden setzt auf Eigeninitiative und macht mit großflächigen Plakaten aufmerksam!


Die Auswirkungen des Ärztemangels machen auch vor der Stadt Ansfelden nicht halt. Nachdem zu Jahresende ein langjähriger Allgemeinmediziner in den wohlverdienten Ruhestand gegangen ist, und heuer noch eine weitere Pensionierung ansteht, sehen sich die Stadt Ansfelden und die bestehenden Allgemeinmediziner*innen gezwungen, selbst aktiv zu werden. Mit vereinten Kräften aller Ärztinnen und Ärzte im Stadtgebiet können die Patienten derzeit noch versorgt werden. Langfristig und nachhaltig gesehen braucht es bei der Versorgung jedoch dringend Unterstützung und Entlastung!

So stellte die Stadt Ansfelden großformatige Plakate auf. Die Botschaft ist klar: Ansfelden sucht praktische Ärztinnen und Ärzte, die sich für die freien Stellen bewerben können. Die Haider Allgemeinmedizinerin Dr. Katharina Mitter und Gemeindearzt Dr. Jakob Sobczak schließen sich diesem Appell an. Die Stadt unterstützt hier mit bestehenden Praxisräumlichkeiten.

Ein Arzt oder eine Ärztin ist mehr als die medizinische Ansprechperson für die Menschen!

„Medizinerinnen und Mediziner sind wichtig für die Entwicklung von ganzen Stadtteilen. Eine gute Infrastruktur gerade im gesundheitlichen Bereich, die bestenfalls fußläufig erreichbar ist, ist essentiell. Sie entlastet nicht nur die Spitäler, sondern ist ein wichtiger Indikator dafür, dass Ansfeldnerinnen und Ansfeldner ihren Lebensabend länger in den eigenen vier Wänden verbringen können!

„Fakt ist auch, dass der Beruf insgesamt gesehen attraktiver gemacht werden muss. Daneben stößt man - wie fast überall - bei Dokumentation und Verwaltung an Grenzen. Denn die Qualität darf und soll auch nicht leiden“, so Bürgermeister Christian Partoll.

Dieser richtet aber auch einen Appell an übergeordnete Stellen, denn die versprochene finanzielle Unterstützung in Höhe von 100.000 Euro ist nur für neu geschaffene Stellen vorgesehen und nicht für bereits bestehende Praxen.

„Gemeinsam mit unseren Hausärztinnen und Hausärzten müssen wir als Stadt die Dinge selbst in die Hand nehmen, um die Gesundheitsversorgung für unsere Bevölkerung aufrechtzuerhalten. Auch Ärztekammer und Gesundheitskasse müssen endlich handeln und uns hier unterstützen. Denn ein Primärversorgungszentrum ist für uns nicht die Ideallösung. Wir haben die gesundheitliche Versorgung für 19.000 Menschen voll im Fokus und setzen hier auf eine kooperative Zusammenarbeit. Packen wir es gemeinsam an“, betont Christian Partoll.