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19.07.2021 13:53 Alter: 63 days

Hochwassersituation in Ansfelden im Juli 2021

Der Pegel der Krems in Kremsdorf erreichte am Abend des 18. Juli 2021 seinen Höchststand mit 431 cm. Katastrophenstab trat zusammen, Bürgermeister Baumberger sondierte mit Feuerwehren die Lage. Pegelstand noch vor Mitternacht unter Hochwassermarke.


Am Sonntag, 18. Juli 2021 erreichte der Kremsfluss beim Pegel Kremsdorf einen Wasserstand von 380 cm. Dadurch wurde der Voralarm ausgelöst und der Katastrophenstab trat gemeinsam mit Bürgermeister Manfred Baumberger zusammen. Gemeinsam mit den Feuerwehr-Kommandanten aus dem Pflichtbereich und Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Stadt wurde am Abend die Lage sondiert und gemeinsam die neuralgischen Punkte in der Stadt abgefahren. Mit Blick auf die Mess- und Erfahrungswerte kam der Stab zu Einschätzung, dass die Situation  als stabil mit rückläufiger Tendenz zu bewerten sei. Die Einsatzkräfte behielten die Lage über Nacht in Blick. Mitarbeiter des Bauhofs haben aufgrund kleinräumiger Überflutungsgefahr einige Nebenverkehrswege gesperrt - wie zum Beispiel den Radweg an der Traun.

Pegel erreichte Höhepunkt um 21.45 Uhr

Der Pegel der Krems in Kremsdorf erreichte noch am Abend um 21.45 Uhr seinen Höchststand mit 431 cm. Danach fiel der Wasserstand laut Hydrographischen Dienst des Landes OÖ auf 284 cm (19. Juli 2021, 05:15 Uhr) und fällt weiter. Zum Vergleich: Beim Hochwasser 2013 war der Pegelstand auf 488 cm, im Jahr 2002 bei 574 cm. Die aufgebauten Nebenverkehrswege-Sperren konnten noch am Vormittag des 19. Juli 2021 abgebaut werden.

Hochwasserschutz in Ansfelden - dafür wurde nach 2002 gebaut, umgelegt, renaturiert und Platz geschaffen

Viele Menschen in Ansfelden erinnern sich mit Schrecken an den August 2002, als ein noch nie zuvor gesehenes Hochwasser 20 Prozent des Stadtgebietes überflutete. In den Jahren darauf wurde zum Schutz der Menschen in der Stadt im Hochwasserschutzprojekt Oberaudorf zusätzliche Retentionsräume geschafffen und auch die Kremsbrücke der Traunufer Landesstraße neu gebaut. Zusätzlich wurde der Gamsbach in Ritzlhof umgelegt und der Hochwasserschutz Nöstlbach / Weißenberg im Jahr 2012 fertiggestellt. Alle dieses Maßnahmen haben sich bereits beim Hochwasser 2013 und auch in den letzten Tagen effektiv bewährt und bieten der Bevölkerung zusätzlichen Schutz.