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Sprachförderung

Die Sprache ist das wichtigeste Mittel zwischenmenschlicher Beziehung. Eine gute Sprachentwicklung hilft ihrem Kind, dass es seine eigenen Gedanken, Gefühle und Bedürfnisse seiner Umwelt mitteilen kann.

>>> Zum Bericht: Abschluss des Sprachkurses 2010/2011



Für das Kind ist es hilfreich, bei Schuleintritt über folgende Sprachkompetenzen zu verfügen:

  • Lautsprache (korrekte Aussprache von Lauten und Lautverbindungen)
  • Ausreichender aktiver und passiver Wortschatz
  • Grammatik (Fähigkeit, den Wortschatz und die Kenntnisse der Grammatik spontan einzusetzen)
  • Erzählkompetenz (Erlebnisse und kleine Geschichten inhaltlich zusammenhängend, grammatikalisch korrekt erzählen)
  • Wort und Satzverständnis (die Bedeutung von Sätzen verstehen)
  • Gedächtnis (Behalten von Wörtern und einfachen Sätzen, sowie den Inhalt von kleinen Geschichten)
  • Sozial-kommunikative Funktion der Sprache (eigene Bedürfnisse artikulieren, soziale Beziehungen herstellen, Konflikte regulieren, sich auf Gesprächspartner einstellen können)

    Um die sprachliche Kompetenz der Kindergartenkinder zu fördern bieten wir allen Kindergartenkindern mit dem Schwerpunkt:
    „Systematische Sprachförderung im Kindergarten“ die Möglichkeit einer intensiven Sprachförderung.


Systematische Sprachförderung als Element der alltäglichen pädagogischen Arbeit im Kindergarten

Im Rahmen differenzierter Gruppenarbeit bringt die Kindergartenpädagogin Angebote zu einer kontinuierlichen sprachlichen Förderung ein. Dabei werden die von der Pädagogin iniierten Angebote in Spiel und Handlungssituationen eingebunden und dabei unterschiedliche Sinne und Bereiche angesprochen.

Regelmäßige zuätzliche Sprachfördereinheiten im letzten Kindergartenjahr:
Neben den kommunikativen Situationen im gesamten Alltag brauchen einige Kinder auch Phasen in denen es um die Vermittlung spezieller Sprachstrukturen geht - regelmäßige zusätzliche Sprachfördereinheiten.

Ein von unserer Sonderkindergartenpädagogin Cornelia Öhlinger entwickeltes Konzept beinhaltet, sowohl die Sprachförderung für Kinder mit deutscher Muttersprache als auch für Kinder mit nicht deutscher Muttersprache.

Dank dieser gezielten Sprachförderung ist es uns möglich, den Kindern den Einstieg in die Schule zu erleichtern.

Der Aufbau einer Sprachfördereinheit wird auf die Kinder individuell je nach Sprachkenntnisse abgestimmt und die dazugehörigen Rituale das ganze Kindergartenjahr beibehalten.


Das Konzept ist in Bausteinen nach Themen aufgebaut zB: Meine Familie, Kleidung, Garten...
Jeder Baustein wird Schritt für Schritt erarbeitet und beinhaltet grammatikalischen Strukturen, Wortschatz und Spiele, die das Erlernte festigen.


Ein Beispiel für den Ablauf einer Sprachfördereinheit:


Begrüßungslied mit Handpuppe:
„Ich will euch begrüßen“

Name... bist du da? Ja ich bin da.
Es wird auch besprochen, wer fehlt.


Begrüßungsspiel:
Der Kater Brumm, der schleicht herum, er sieht sich nach den Kindern um, jeder weiß, dass er nicht beißt, er will nur wissen, wie du heißt?
Ich heiße...

Kernphase:
In der Kernphase werden Inhalte aus den Bausteinen spielerisch und mit allen Sinnen erarbeiten und wiederholt zB. zum Thema Obst wird ein Obstsalat zubereitet, Versch. Obstsorten gemalt und daraus ein Memory gemacht, die Augen werden verbunden und Kinder müssen nur übers Tasten erraten, welches Obst das ist... Bilderbücher, Lieder...

Abschlussritual:
Verschiedene Kreisspiele, Fingerspiele, Klatsch und Patschspiele werden gespielt und wiederholt und das Schlusslied gesungen:
zB: "Auf Wiedersehn, Auf Wiedersehn, der Sprachkurs der war wunderschön... oder gesprochen zB: Silke sagt auf Wiedersehn, morgen werden wir uns wiedersehn!“


Muttersprachliche Begleitung

Ein Teil des Konzepts der Sprachförderung im Kindergarten beinhaltet auch den Einsatz von muttersprachlichen Begleiter, da wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass nur eine gut entwickelte Muttersprache auch den Erwerb der Zweitsprache Deutsch ermöglicht bzw. erleichtert.

1-2 Mal im Monat werden daher

  • Izeta Bajrektarevic für die Kinder mit bosnischer/serbokroatischer Muttersprache
  • Nasmie Mita für die Kinder mit albanischer Muttersprache
  • Nurtekin Yildiz für die Kinder mit türkischer mit Muttersprache

in der Gruppe mitarbeiten.


Zu ihren Aufgaben zählen:

  • Festigen der Muttersprache
  • Vertiefen der Inhalte, die in der Kindergartengruppe in Deutsch erarbeitet werden
  • Vertiefen der Begriffe aus der Sprachfördergruppe der Schulanfänger
  • Erarbeiten von Verhaltensregeln, die es in der Kindergartengruppe gibt
  • Dolmetschen bei Elterngesprächen
  • Feststellen des Sprachstandes in der Muttersprache
  • Information der Kindergartenpädagogin über kulturelle Aspekte der Nationalitäten, aus der die Kinder stammen