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Archäologie


Archäologische Ausgrabung Burgwiese
Von Steinzeit bis Frühmittelalter - Ansfelden macht Geschichte

In der Bevölkerung war bereits lange bekannt, dass in Ansfelden eine frühgeschichtliche Besiedlung am Nordende des Ziehberges existiert haben muss. Der betreffende Ort wird daher von jeher als “Burgwiese” bezeichnet und ist vor allem Alteingesessenen ein Begriff. Die noch heute in der Nähe der Burgwiese befindlichen bereits archäologisch untersuchten Erdwälle sind Überreste einer sogenannten Abschnittsbefestigung und zeugen von einer frühen Besiedlung. Auch eine nicht weit entfernte hallstattzeitliche Gräbergruppe ist Hinweis darauf.


Ausgrabung 1999 bis 2002:

Der Vorschlag des Landesmuseums Nordico in Linz, archäologische Grabungen auf der Burgwiese vorzunehmen, stieß daher bereits Ende 1998 bei der Stadtgemeinde Ansfelden auf großes Interesse. So wurden in den Sommermonaten 1999 bis 2002 unter der Leitung des Archäologen Peter Trebsche die ersten Grabungsarbeiten durchgeführt, die von der Stadt Ansfelden finanziert wurden.

Aufgrund der vielen interessanten Funde stellte sich im Zuge der Grabung heraus, dass es sich tatsächlich um sehr geschichtsträchtigen Boden handelt. Konnte zum einen nicht nur die vermutete eisenzeitliche Siedlung nachgewiesen werden, so wurden auch sensationelle Beweise einer viel älteren Ansiedlung aus der späten Jungsteinzeit erbracht.


„Viel(ge)schichtig – 6000 Jahre Urgeschichte in Ansfelden“:

Eine Ausstellung im ABC - Anton Bruckner Centrum im Jahr 2003 gab Aufschluss über die vergangenen vier Grabungsjahre und wurde von der Bevölkerung, von Schulklassen und Fachinteressierten gleichermaßen rege besucht.


Ausgrabung 2006 bis 2008:

Selbstverständlich war die Stadtgemeinde wieder bereit, auch die Grabungsarbeiten bei den an die Burgwiese grenzenden Wällen finanziell und personell zu unterstützen. Seit 2006 ist wieder ein ambitioniertes Team von StudentInnen und FerialpraktikantInnen der Stadtgemeinde den Resten verschiedener Besiedlungsetappen auf der Spur.

Die Stadtgemeinde Ansfelden möchte den Universitätsprofessoren Dr. Erwin M. Ruprechtsberger (Stadtmuseum Nordico) und Dr. Otto Urban (Universität Wien, Institut für Ur- und Frühgeschichte) für ihre Unterstützung, sowie vor allem auch Herrn Dr. Peter Trebsche für sein großes Engagement danken.

Dank gebührt auch der Familie Platzl (Burgwiese) sowie der Familie Huber (Wälle) für die Erteilung der Grabungserlaubnis auf ihren Grundstücken.

Die Funde und die damit verbundenen neu gewonnenen Erkenntnisse über die Geschichte Ansfeldens sind sicherlich von großer Bedeutung, sowohl für die Bevölkerung unserer Stadt, als auch für die Archäologie.

Download:

Bericht 2002

Bericht 2007