A A A

Hundehalterinnen und Hundehalter aufgepasst!

 

 

Hunde in Ansfelden

Die Beschwerden, Anfragen und Anregungen zum Miteinander von Mensch und Hund haben in den letzten Jahren zugenommen. Im dicht verbauten Gebiet treffen Mensch und Hund auf Freibereichen sehr direkt aufeinander. Gerade der Damm im Aubereich ist ein derartiger Hotspot. Kinder gehen und laufen dort gerne, SpaziergängerInnen sind unterwegs, LäuferInnen und Walker gehen ihrer sportlichen Betätigung nach. Gleichzeitig nutzen auch die HundebesitzerInnen diesen Naherholungsraum, um ihre Hunde frei laufen zu lassen.


Diese unterschiedlichen Nutzungsinteressen waren einer der Gründe, warum sich der Rechts-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss als beratendes Gremium des Gemeinderates fast ein Jahr lang mit dieser Thematik beschäftigt hat. Weitere Gründe lagen darin, dass schwere Verletzungen durch Hundebisse zunehmen. Zudem schaffte die Stadt in Haid, Ansfelden und Nettingsdorf Hundefreilaufflächen, die ebenfalls einer Regelung bedurften.


Die politischen Mandatare haben fachkundige HundebesitzerInnen zur Beratung eingeladen, zeigten Verständnis für das Bedürfnis nach freiem Lauf der Hunde und wollten HundebesitzerInnen mit spezieller Ausbildung dies weiterhin ermöglichen. Leider wurde diese Ausnahmebestimmung vom Land OÖ nicht zugelassen. Auch eine Leinenpflicht in der gesamten Stadt durfte nicht umgesetzt werden. Gerade Ortsbauern- und Jägerschaft haben auf diese gedrängt, da Wald- und Nutztiere weniger beunruhigt oder Bodenbrüter beim Brüten gestört werden.


Letztendlich hat sich folgender Kompromiss ergeben, der als Verordnung vom Gemeinderat beschlossen wurde und seit 18. Juli 2019 gilt:

  • Im Ortsgebiet auf öffentlichen Orten (richtet sich nach den Ortstafeln) ist nach Wahl der HundebesitzerInnen der Hund entweder an der Leine zu führen oder mit Maulkorb zu versehen (graue Schraffur über gelber Fläche)
  • Auf den Freilaufflächen im Ortsgebiet (Roglspitz – Ansfelden, Kösslkurve – Nettingsdorf, Kremsmüllerwiese – Haid) gilt dies nicht, hier darf der Hund freilaufen, es gibt aber eine Benützungsordnung
  • Auf bestimmten Flächen (Friedhof, Spielplätze, Motorikpark) gilt ein generelles Hundeverbot! (rote Flächen)
  • Außerhalb des Ortsgebietes darf der Hund auf öffentlichen Flächen eigentlich freilaufen, dies wurde mit der Verordnung eingeschränkt. Leinenpflicht gilt auf den Flächen mit gelber Markierung bspw. am gesamten Dammgelände, Bauernstraße, Güterweg Vordermayrberg usw.
  • Außerhalb des Ortsgebietes auf privaten Flächen (dazu zählt auch jedes Feld) bestimmen die EigentümerInnen über ihre Flächen. Wenn EigentümerInnen eines Feldes das Freilaufen verbietet, müssen HundebesitzerInnen daran halten.
  • Außerhalb des Ortsgebietes an öffentlichen Orten darf der Hund frei laufen.

Bgm. Manfred Baumberger ist froh über die neue Verordnung:
„Diese Regelung ist derzeit Rechtsbestand, die Einhaltung wird auch kontrolliert. Den genauen Text können Sie auf unserer Homepage nachlesen. Die Verordnung stellt einen Ausgleich zwischen den einzelnen Interessen dar. Es war und ist mir wichtig, alle Anliegen einzuarbeiten und im Prozess alle zu Wort kommen zu lassen. Wenn Sie weitere Erfahrungen oder Anregungen haben, lade ich Sie ein, mir diese zu übermitteln. Diese Verordnung wird jetzt von der Realität geprüft und einer Evaluierung unterzogen.“

Hier geht es zum Übersichtsplan!

Allgemeine Bestimmungen zur Hundehaltung

Der Hund ist der beste Freund des Menschen!", lautet ein geläufiges Sprichwort! Die Haltung eines Hundes ist jedoch nicht nur mit Spaß und Freude sondern auch mit einem hohen Maß an Verantwortung und Pflichtbewusstsein verbunden. Hierfür haben HundehalterInnen einige Spielregeln für ein gutes Miteinander zu beachten. In diesem Artikel haben wir für Sie die grundlegenden Informationen zur Hundehaltung zusammengefasst und möchten Ihnen einen Überblick geben:

Was muss ich als werdende/r Hundebesitzer/in wissen?

Jede ordentliche Hundehaltung beginnt bei den HundehalterInnen. Die Vollendung des 16. Lebensjahres ist ebenso Voraussetzung wie die psychische, physische und geistige Eignung. Ihren neuen vierbeinigen Mitbewohner müssen Sie, sobald er 12 Wochen alt ist, binnen drei Tagen am Stadtamt Ansfelden bei Herrn Rachbauer, 1.OG, Zi 118, 07229/840-1222, j.rachbauer@ansfelden.at , schriftlich melden.

Bei der Anmeldung müssen Sie folgende Daten bekanntgeben:

- Name und Adresse des Hundehalters
- Rasse, Farbe, Geschlecht und Alter des Hundes
- Chipnummer - für alle Hunde gilt eine Registrierungspflicht mittels Mikrochip
- Daten zu Vorbesitzern
- Sachkundenachweis
- Nachweis einer Haftpflichtversicherung über mindestens € 725.000,-

Sachkundenachweis:

Personen, die bisher noch keinen Hund hatten oder mit ihrem früheren Hund keine Hundeausbildung absolviert haben, müssen einen allgemeinen Sachkundenachweis belegen. Dieser umfasst eine zweistündige theoretische Unterweisung zur Hundehaltung (Gesundheit, Wesen und Verhalten von Hunden, Kosten für Anschaffung und Haltung sowie gesetzliche Regelungen zur Haltung).

Für Hunde, bei denen eine Behörde eine Auffälligkeit (z.B. wiederholte Gefährdung von Menschen) festgestellt hat, ist eine erweiterte Sachkunde vorgeschrieben.

Die Hundeabgabe beträgt in Ansfelden mit 1. Jänner 2019 € 50,- pro Kalenderjahr. Sie ist erstmalig bei der Anmeldung zu entrichten und wird in weiterer Folge jährlich vorgeschrieben.

Mein Hund hat sein "Geschäft verrichtet- was nun?"

Wer mit seinem Hund Gassi geht, muss auch seine Exkremente unverzüglich beseitigen und ordnungsgemäß entsorgen! So selbstverständlich die natürlichste Sache der Welt ist, so selbstverständlich sollte auch die Entsorgung sein. Haben Sie mal kein Plastiksackerl mit, so schaffen die Hundestationen Abhilfe. Einfach Entsorgungssackerl daraus entnehmen, Exkremente entfernen und in die beigestellten Abfalleimer einwerfen!

Bei Fragen, Anregungen oder Beschwerden wenden Sie sich bitte an die Bürgerservicestelle am Stadtamt, 07229/840. Die Mitarbeiterinnen helfen Ihnen gerne weiter!

Tragen wir gemeinsam bei zu einem fairen und sauberen Miteinander in unserer Stadt!

Hundefreilaufflächen - Verordnung
Hundefreilaufflächen - Verhaltensregeln