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30.03.2018 09:02 Alter: 27 days

Geh denken am 25. April: Wider das Vergessen – Flucht und Heimat


Ende April 1945, wenige Tage vor der Befreiung des KZ Mauthausen, zwangen Nationalsozialisten ungarische Juden zum Todesmarsch von Mauthausen nach Gunskirchen. Die Route führte dabei auch durch Ansfelden. Tausende Menschen starben qualvoll. Die Plattform „Wider das Vergessen“ (in der auch die Stadt Ansfelden engagiert ist) lädt in Erinnerung daran ein zum

Zur Geschichte an der Kremsbrücke

An der Kremsbrücke wurde 1945 der Leichnam einer ungarischen Jüdin ins Wasser geworfen. Die Frau gehörte mit ihrem Kind, einem kleinen Mädchen, dem Todesmarsch an. Sie war nahe der Krems zusammengebrochen und konnte sich nicht mehr erheben. „Gleich trat ein SS-Bewachungsposten hinzu und erschoss vor den Augen des Kindes die Mutter. Das Kind weinte herzzerreißend. Die Frau wurde zur Brücke getragen und dort in den Fluss geworfen,“ schreibt Peter Kammerstätter in der Materialsammlung „Die es noch immer nicht glauben wollen“.

Kinder, Frauen, Männer, Alte und Gebrechliche mussten den 55-km-Marsch von Mauthausen über Enns, Asten, St. Florian, Ansfelden, Pucking, Weißkirchen, Schleißheim, Thalheim und Wels nach Gunskirchen antreten. Tausende starben an Erschöpfung oder wurden von den Nazis am Weg ermordet.

Wider das Vergessen

„Wider das Vergessen“ bezeichnet sich eine Plattform verschiedener Gruppierungen und Einzelpersonen in Haid-Ansfelden. Ihr Ziel ist es, auf die Todesmärsche, die auch durch das Gemeindegebiet von Ansfelden führten, hinzuweisen und für rassistische und menschenverachtende Strömungen in der Jetztzeit zu sensibilisieren.

Dieser Artikel erschien zuerst auf zusammenleben.ansfelden.at, dem Blog für Handwerkszeug und Information rund um gutes Zusammenleben der Stadt Ansfelden.