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01.02.2017 12:38 Alter: 199 days

Ansfeldner Tagesheimstätten: Mehr als "Betreuung für alte Leute"


Interessierte AnsfeldnerInnen verfolgten die Präsentation ... (Foto: Stadt Ansfelden / Mag. Ines Höllinger CCBY)

... der Studierenden. (Foto: Stadt Ansfelden / Mag. Ines Höllinger CCBY)

"GESCHAFFT!" - Das Projektteam freut sich über den gelungenen Projektabschluss (Foto: Stadt Ansfelden / Mag. Ines Höllinger CCBY)

Bürgermeister Manfred Baumberger (Stadt Ansfelden), Dr.in Ursula Rami (JKU Linz), Abteilungsleiterin Sonja Schillinger und Mag. Gregor Kraftschik (Stadt Ansfelden - Sozialservice & Zusammenleben). (Foto: Stadt Ansfelden / Mag. Ines Höllinger CCBY)

Seit gut 35 Jahren bietet Ansfelden Tagesheimstätten in Ansfelden. Langjährige Angebote gehören bei Zeiten weiter gedacht. Dazu möchte es Ansfelden ganz genau wissen: Wie sind die Bürgerinnen und Bürger mit dem kommunalen Angebot „Tagesheimstätten“ zufrieden? Was würde die Tagesheimstätten noch attraktiver machen? Gemeinsam mit dem Institut für Soziologie an der Johannes Kepler Universität startete die Abteilung Sozialservice & Zusammenleben im März 2016 dazu ein Forschungsprojekt. Die Ergebnisse wurden Ende Jänner 2017 der Öffentlichkeit präsentiert.

Große Mehrheit der Besucherinnen und Besucher mit Angebot zufrieden, mehr Info wäre super

Zentrale Ergebnisse aus der Studie sind:

  • Wie zufrieden sind die AnsfeldnerInnen ab 45 mit dem Angebot? Acht von zehn (Nicht-)BesucherInnen sind mit dem Angebot „Tagesheimstätten“ in Ansfelden sehr, eher oder einfach nur zufrieden. Einer von zehn steht dem Angebot neutral gegenüber. Einer von zehn ist eher oder sehr unzufrieden mit dem Angebot.
  • Warum besuchen Menschen Tagesheimstätten? Menschen besuchen das Angebot Tagesheimstätte, weil sie dort Abwechslung vom Alltag finden, Kontakt mit gleichgesinnten Menschen schätzen und kompetentes und freundliches Personal für eine gute Atmosphäre sorgt.
  • Was gefällt BesucherInnen besonders? Besucherinnen und Besucher schätzen besonders die attraktiven Öffnungszeiten, die zentrale Lage der Tagesheimstätten und den respektvollen Umgang untereinander dort.
  • Wer fühlt sich (weniger) gut informiert? Jene, die das Angebot regelmäßig nutzen, fühlen sich gut darüber informiert. Besonders das persönliche Gespräch und die jeweiligen Mitgliederzeitungen der Pensionisten- und Seniorenverbände dienen hier als Informationsquelle. Wer das Angebot (noch) nicht nutzt, fühlt sich weniger gut informiert.
  • Wie kanns die Stadt noch besser machen? Mit mehr Aktivitäten, verstärkter Bewerbung und guter Fortbildung für das Personal kann die Stadt das Angebot noch attraktiver gestalten.

Befragt wurden alle Hauptwohnsitzende in Ansfelden ab 45 Jahren (rund 7.500 Personen). 486 Bürgerinnen und Bürger haben an der Studie teilgenommen. Das ist eine Rücklaufquote von 6,5 Prozent. 4 von 10 Studienteilnehmende geben an, aktuell Nutzende des Angebotes zu sein.

Von der Beobachtung zu verlässlichen Daten

Die Stadt wendet Mittel aus dem öffentlichen Budget für Personal und Räumlichkeiten auf. Die Zahl der Besucherinnen und Besucher ist über die Zeit rückläufig. „Das alles sind Beobachtungen die auf etwas hinweisen. Die empirischen Daten aus dem Forschungsprojekt sind eine qualitätsvolle Grundlage für eine Weiterentwicklung des Angebotes“ so Projekt-Koordinator Mag. Gregor Kraftschik von der Stadtverwaltung Ansfelden. Gemeinsam mit Dr.in Ursula Rami von der Johannes Kepler Universität Linz entwickelte er im Auftrag des Gemeinderates das Forschungskonzept und begleitete als Ansprechpartner der Stadt das Projekt.

Danke an die Studierenden und die JKU

Bürgermeister Manfred Baumberger und Sozialstadträtin Andrea Hettich bedankten sich für die gute Arbeit der Studierenden im Bachelor-Studiengang Soziologie an der JKU und sprachen Lob und Anerkennung an Petra Ammerer, Julia Berlesreiter, Jovana Brankovic, Adrian Daniel Auer, Eva Egger, Christine Feda, Valentin Fröhlich, Julia Jachs, Eva Neubauer, Marlene Nömair, Emina Poric, Karoline Prinz, Klara Reinthaler, Silvia Stadlinger, Nikolina Sucic, Arbresa Tairi, Lena Wagner, Stefanie Wagner, Johannes Wild und Christine Wuschko aus. Der Gemeinderat wird sich nun mit den Ergebnissen befassen und die weitere Vorgehensweise festlegen.