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22.10.2018 10:55 Alter: 25 days

Ansfelden Miteinander und Verein Technicus: Zwei Ansfeldner Gemeinwesenprojekte ausgezeichnet


Bürgermeister Manfred Baumberger, Mag. Gregor Kraftschik (Stadt Ansfelden), Karl Praunshofer (Verein Technicus), Vizebürgermeisterin Renate Heitz und Landesrat Rudi An-schober bei der Verleihung des Landesintegrationspreises in Linz. Foto: S. Liedl / Land Oberösterreich

Michael Url, BA und Mag. Verena Schadauer (Ansfelden Miteinander) freuen sich gemeinsam mit Bürgermeister Manfred Baumberger und Mag. Gregor Kraftschik (Stadt Ansfelden) über die Auszeichnung „Ort des Respekts“ für „Ansfelden Miteinander“. Foto: Stadt Ansfelden / S. Seyrl

Tag für Tag engagieren sich tausende Menschen in Österreich für gutes Zusammenleben zwischen den Menschen. Auch in Ansfelden sind viele Menschen für ein gutes Mit- und Nebeneinander aktiv. Die beiden Gemeinwesen-Projekte „Ansfelden Miteinander“ und „Technicus“ fördern als zwei von vielen weiteren Angeboten gutes Zusammenleben in Ansfelden. Bürgerinnen und Bürger schaffen durch ihr Engagement darin gesellschaftlichen Mehrwert. Dafür wurden die beiden Angebote nun ausgezeichnet.

Verein Technicus erhält den Landesintegrationspreis 2018

Der Verein Technicus im Ansfeldner Stadtteil Haid hat sich unter dem Motto "Reparieren anstatt entsorgen" verschrieben. Dabei machen  Bürgerinnen und Bürger gemeinsam technische Geräte wieder fit und unterstützen sich gegenseitig bei technischen Herausforderungen. Zusätzlich engagieren sich die Menschen im Verein rund um Obmann Karl Praunshofer auch für gutes Zusammenleben. Der Verein ermöglichte Menschen mit Fluchtgeschichte, mit dem Handwerk vertraut zu werden und Gemeinschaft und Halt im Verein zu finden. Für ihr Engagement haben die aktiven Menschen bei Technicus Mitte Oktober 2018 den Integrationspreis des Landes Oberösterreich in der Kategorie "Zivilgesellschaft" durch Landesrat Rudi Anschober verliehen bekommen.

Ansfelden Miteinander als Ort des Respekts ausgezeichnet

Der Verein Respekt.net suchte im Sommer Österreichs Orte des Respekts. Das sind jene Orte, die für Offenheit, Zuwendung und Respekt im Umgang der Menschen miteinander stehen, zur Gleichbehandlung und Gleichstellung von Menschen beitragen oder gelebte Demokratie erleichtern. „Ansfelden Miteinander“, ein Angebot des Vereins Wohnplattform ist dabei als Ort des Respekts 2018 nominiert worden und wurde auf die Landkarte der Orte des Respekts aufgenommen. Ansfelden Miteinander unterstützt mit einem Team aus freiwillig Engagierten und professionellen MitarbeiterInnen Ansfeldnerinnen und Ansfeldner, gutes Zusammenleben im Wohnumfeld zu gestalten und Netzwerke zwischen den BewohnerInnen zu schaffen.

Bürgermeister Baumberger und Sozialstadträtin freuen sich mit den Engagierten

„Seit vielen Jahren professionalisiert Ansfelden die Förderung von gutem Zusammenleben in der Stadt. Dabei geschieht Gemeinwesenarbeit und gutes Mit- und Nebeneinander weniger in politischen Gremien, sondern ‚draußen‘ in der Zivilgesellschaft vor Ort. Ich freu mich gemeinsam mit den Freiwilligen bei Ansfelden Miteinander und beim Verein Technicus über die Auszeichnungen und sage Danke für das jahrelange, wirksame Engagement in und für die Stadtgemeinschaft“ so Bürgermeister Manfred Baumberger (SPÖ).

Stadträtin Andrea Hettich (ÖVP) ergänzt: „Als politische AkteurInnen können wir zwar die Rahmenbedingen schaffen – die tatsächliche und oftmals harte Arbeit passiert jedoch in der Gemeinschaft. Da, wo Werte vermittelt, Sichtweisen untereinander besprochen und voneinander gelernt wird, da wird der oft abstrakte Begriff Zusammenleben lebendig. Ich gratuliere herzlich zu den Auszeichnungen und freue mich, wenn noch viele andere Organisationen in Ansfelden dem leuchtenden Beispiel von Technicus und Ansfelden Miteinander folgen und bewusst auf gutes Zusammenleben setzen!“

Zusammenleben in Ansfelden: Vom Wohnumfeldprojekt über Sprachförderung bis zu Brücken~bauer~innen und Gemeinschaftsgärten

Ansfelden fördert mit zahlreichen Angeboten gutes Zusammenleben – und das kann sich sehen lassen: so rief die Politik das Wohnumfeldprojekt „Ansfelden Miteinander“ ins Leben, wo Bewohnerinnen in Haid dabei begleitet werden ihr Wohnumfeld attraktiv zu gestalten. Mit der Sprachförderung in den Kindergärten unterstützt Ansfelden junge Bürgerinnen und Bürger dabei, Mehrsprachigkeit schätzen zu lernen und Selbstvertrauen, Neugier und Aufgeschlossenheit gegenüber verschiedenen Sprachen zu entwickeln. Im Gemeinschaftsgarten leben Menschen Umverteilung durch gemeinsamen Gartenbau und bei den Brücken~bauer~innen engagieren sich Freiwillige, die den gegenseitigen Respekt zwischen den Menschen fördern, mehrsprachig über Angebote der Stadt informieren und Einblicke in unterschiedliche kulturelle Gebräuche vermitteln.

Um diese Angebote politisch zu koordinieren hat Ansfelden 2011 den Prozess "Zusammenleben in Ansfelden" gestartet und 2013 das Referat für kommunales Zusammenleben in der Stadtverwaltung gegründet.

 


Info-Box Zusammenleben